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Wissenswertes

  • Kurze Geschichte des Papiers
  • Kurze Geschichte der Schrift
  • Gutenbergs Erfindung
  • Entwicklung der schwarzen Kunst
  • Die drei Hauptdruckverfahren
  • Gates statt Gutenberg?
  • Berühmte Zitate
  •  

Kurze Geschichte des Papiers

Im alten Ägypten wurden Holz und Stein als Beschreibstoff für Hieroglyphen genutzt.
Die Bezeichnung „Hieroglyphen" führt auf den griechischen Wortstamm für „heilig" und „einmeißeln" zurück.

In Indien waren es die Blätter bestimmter Palmenarten und die Chinesen des Altertums ritzten ihre Schriftzeichen in Bambusbrettchen. Mit der Bearbeitung des Marks der in Ägypten beheimateten Papyrusstaude zu relativ glatten Blättern wurde ein entscheidender Entwicklungsschritt bei den Schriftträgern erreicht. Die eingerollten Blätter waren die erste „Buchform" – die Papyrusrolle.

Das Pergament, ein in aufwendigen Arbeitsschritten aus Tierhäuten gewonnener Beschreibstoff, löste das Papyrus ab.

Um 105 n. Chr. wurde das Papier in China erfunden. Das Grundprinzip der Papierherstellung – faserbildende Materialien unter Zusatz von Wasser und Füllstoffen zu einem dünnflüssigen Brei zu verarbeiten, über einem Sieb gleichmäßig zu verteilen, das Wasser abtropfen zu lassen, um dann die zurückgebliebenen verfilzten Fasern als feuchte Schicht vom Sieb zu nehmen und zu trocknen – hat sich in der 2000jährigen Geschichte des Papiers nicht verändert, wohl aber die Methoden und Verfahren, insbesondere seit der maschinellen Papierherstellung.

Die Anfänge der Papierherstellung in Deutschland gehen auf das Jahr 1390 zurück.
Der Großkaufmann Ullmann Stromer ließ in Nürnberg eine Kornmühle als Papiermühle umbauen. Nach der Erfindung des Buchdruckes stieg der Papierbedarf enorm an. Bis 1500 waren in Deutschland ca. 50 Papiermühlen entstanden.

Kurze Geschichte der Schrift

Hieroglyphen

Die Geschichte der Menschheit war und ist eng verbunden mit dem Streben, Erlebtes, Erdachtes, Übersinnliches und Wünsche im Bild darzustellen und zu bewahren.

Am Anfang stand das Bild. Zeugnisse davon sind in den bildhaften Darstellungen vom Jagen, Fischen und Sammeln in vorgeschichtlichen Höhlen zu finden. Die Bilderschrift ist der Beginn der Schriftentwicklung.

Ausgehend von einer gegenständlichen Bilderschrift beschritten die alten Ägypter nicht nur den Weg zur Ideenschrift (bildliche Darstellung von Gedanken oder Begriffen) sondern vollzogen auch den nächsten Schritt zu einer Silben- und Lautschrift – die Hieroglyphen.

Bis zum Alphabet, der Vokal- und Konsonantenschrift, wie wir sie heute kennen, bedurfte es weiterer komplizierter historischer Entwicklungsstufen.

Das Handelsvolk der Phönizier hat mit 22 Konsonantenzeichen wesentlich zur Alphabetentwicklung beigetragen.

Der Handel des Altertums insbesondere mit den Griechen bildet den Ursprung für unser heutiges Alphabet mit 26 Buchstaben.

Die Griechen haben mit der Einführung von Vokalzeichen und der Verbindung der semitisch-phönizischen Konsonanten (5. Jahrhundert v.u.Z.) die Schriftentwicklung wesentlich beeinflusst.

Die altägyptischen Hieroglyphen wiesen mehr als 500 Zeichen aus. Das Japanisch von heute braucht rund 900 Zeichen, Chinesisch hat mehr als 40000 Bildschriftzeichen, von denen rund 500 zur normalen Verständigung beherrscht werden müssen.

Der weitere Weg des griechischen Alphabets über Italien in den germanischen Norden war wiederum mit geschichtlichen Ereignissen verbunden, dem Erstarken und Zerfall des Römischen Reiches, der Expansion der christlichen Religion und dem Aufstreben der weltlichen Kultur.

In den nachchristlichen Jahrhunderten war das Schreiben und Malen den „Spezialisten", den Mönchen in den Klöstern vorbehalten.

Mit der Entwicklung der Städte und deren Bürgertum vollzog sich der Wandel zu bürgerlichen Schreibwerkstätten als erste Form der Vervielfältigung von Schriftgut.

Die gewerbsmäßige Handschriftenherstellung war entstanden.

Gutenbergs Erfindung

Gutenbergbibel

Die ersten „Druckerzeugnisse" im heutigen Sinne (China, 8. Jahrhundert) waren Einzelblattdrucke und Blockbücher, die von reliefartigen in Spiegelschrift geschnitzten Holzdruckstöcken jeweils als Ganzseite abgezogen wurden.
Leonardo da Vinci lieferte die erste Konstruktionszeichnung einer Druckpresse, die aber nicht gebaut wurde.

Johannes Gensfleisch zur Laden, genannt Gutenberg, geboren um 1400 in Mainz, gelingt um 1440 die für den kulturellen, wirtschaftlichen und zivilisatorischen Fortschritt entscheidende „technologische" Veränderung – vom starren Holzschnittdruck zu auf gleiche Höhe gegossenen, beweglichen, unterschiedlich kombinierbaren Metall-Lettern.

Seine Erfindung umfasst das Handgießinstrument zur Vervielfältigung einer beliebigen Menge von Einzelbuchstaben aus einer zum Druck geeigneten Metalllegierung; den Umbau der rheinischen Weinpresse zur Druckpresse und einer zum Druck gebrauchsfähigen Farbe.

Gutenbergs Werkstatt

Gutenbergs Presse ist nicht erhalten geblieben – zahlreiche Holzschnitte u.a. Lucas Cranach 1520, legen jedoch Zeugnis davon ab.

Die Presse bestand aus zwei senkrechten Balken, die zwischen Boden und Decke verankert waren. Dazwischen führten zwei Querbalken eine Holzspindel. Mit dieser Spindelschraube wurde eine Platte (Drucktiegel) auf- und abbewegt.

Die Schriftform lag auf einer beweglichen zweiten Platte (Karren). Der Drucker färbte diese Form mit einem Lederballen mit Druckfarbe ein, einer Mischung aus Leinölfirnis und Lampenruß.

Der Papierbogen wurde auf die eingeschwärzte Form gelegt und mit dem Karren unter den Drucktiegel geschoben. Der erforderliche Anpreßdruck zum Drucken wurde durch Abwärtsdrehung der Schraube über eine lange Stange erzeugt. Danach wurde die Presse wieder geöffnet, der Karren hervorgezogen, der Druck abgenommen und zum Trocknen ausgelegt.

Erstaunlich ist die dadurch erreichte Druckqualität, die sicher dazu beigetragen hat, dass sich diese Methode des Druckens über 350 Jahre praktisch unverändert erhalten hat. Davon legt die Gutenberg-Bibel ein beredtes Zeugnis ab. Die 42zeilige Bibel, gedruckt zwischen 1450 und 1455 in Mainz gilt als erste und zugleich vollkommenste Leistung Gutenbergs.

Anfangs wurde sie in Schwarz gedruckt und undekoriert in verschiedene Städte geliefert. Der Platz für die Ausgestaltung von Initialen für Textanfänge wurde je nach Klassifizierung des jeweiligen Abschnittes (Verse, Psalme, Kapitel usw.) ein bis mehrzeilig durch den Drucker vorgegeben und entsprechend ausgespart. Die Illuminatoren (Buchmaler) führten dann in den jeweiligen Orten mit unterschiedlichem farblichen und dekorativen Aufwand die Vervollständigung des Druckes mit verzierten Buchstaben, Bordüren und Ranken aus. So verwundert es nicht, daß die einzelnen Exemplare der Gutenberg-Bibel mit einfachen bis prachtvollen Elementen verziert sind und unterschiedlich benannt werden.

Gutenberg stirbt verarmt 1468. Seine „Schwarze Kunst" beginnt von Mainz aus ihren Siegeszug durch die Welt.

Über die Handelswege verbreitet sich auch „die Erfindung" recht schnell über Deutschland in die damals an Kultur, Handel und Gewerbe hoch entwickelten Länder wie Italien, Spanien, Frankreich und England.

Neben dem Bücherdruck nimmt der Gebrauchs- und Einzelblattdruck wie Ablasszettel, Bekanntmachungen, Kalender u.ä. rasant zu. Martin Luther leitet mit seinen als Plakatdruck in lateinischer Sprache vorliegenden Thesen gegen den Ablasshandel 1517 die Reformation ein.

Die arbeitsteilige Verselbständigung der Berufsbilder der Schriftgießer, Drucker und Buchbinder setzt in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts ein.

Entwicklung der "Schwarzen Kunst"

Die industrielle Revolution, als Zeitbegriff nach der Erfindung der Dampfmaschine um 1785, bringt neue Erkenntnisse in Physik und Chemie. Politische und wirtschaftliche Veränderungen erfordern zwangsläufig auch die Änderung der Gutenbergschen Drucktechnik.
Eine grundlegende Neuerung des Druckvorgangs gelang dem am 17. April 1774 in der Lutherstadt Eisleben geborenen Friedrich Gottlob König. Als gelernter Buchdrucker kannte er die umständliche, langsame und anstrengende Arbeit an der Handpresse. Er wollte „…eine Presse vermittels Maschinerie treiben". Seine „Suhler Presse" 1803 wurde nicht vollendet.

Im März 1810 erhielt König in England sein erstes Patent auf eine Maschine, die seiner Suhler Konstruktion entsprach. Kurze Zeit danach fand er ein Druckprinzip, bei dem der Druck durch einen rotierenden Eisenzylinder erfolgte, unter dem eine Satzform durchlief. Damit verließ König den bis dato angewandten Tiegel- oder Flächendruck und baute die erste Zylinderdruckmaschine – die Bauform aller Druckmaschinen bis zum heutigen Tage. In der Nacht zum 29. November 1814 wird die „Times" in London auf der von König konstruierten Doppelzylinderdruckmaschine in einem Arbeitsgang mit einer Leistung von 1100 Bogen/Stunde gedruckt. Mit der Erfindung von Friedrich König, der das Rad in den Druckprozess einfügte und damit zur Zylinderschnellpresse kam, vollzog sich endgültig der Schritt vom manuellen zum mechanischen Druck.

Suhlerpresse

Gemeinsam mit Andreas Friedrich Bauer gründete er in Oberzell bei Würzburg die älteste Druckmaschinenfabrik der Welt, die heute als „König & Bauer-Albert AG" viertgrößter Druckmaschinenhersteller der Welt mit dem breitesten Produktionsprogramm aller Anbieter ist.

Die politische und wirtschaftliche Entwicklung in den industriellen Ländern ab dem 19. Jahrhundert forderte immer schnellere, aktuellere aber vor allem auch immer billigere Druckerzeugnisse. Die Auflagen wuchsen, die Druckgeschwindigkeit stieg. Die Textherstellung musste beschleunigt, aber auch die Bildreproduktion verbessert werden.

Die erste handbetriebene Tiegeldruckpresse von Isaak Adam wurde als sogenannter "Boston-Tiegel" 1830 in Boston gebaut. Richard Hoe, Vereinigte Staaten, konstruierte die erste Rotationsmaschine.

Der Steindruck oder die Lithographie als Flachdruckverfahren, durch Alois Senefelder 1797 erfunden, war der Ausgangspunkt für das dritte Hauptdruckverfahren, mit dem heute, als 1904 entwickeltes Offsetdruckverfahren, der höchste Anteil an Druckerzeugnissen hergestellt wird.

Ab 1839 wird die Fotografie schrittweise für die einzelnen Druckverfahren genutzt. Die Möglichkeit des farbigen Bilderdrucks war gegeben.

Der bisher praktizierte Handsatz – Buchstabe für Buchstabe, Blindmaterial für Zwischenräume – mußte durch den mechanischen Satz abgelöst bzw. ergänzt werden. Ottmar Morgenthaler ist der Erfinder der Zeilensetz- und Gießmaschine um 1884, der „Linotype". Der Amerikaner Tollbert Landston erfand 1885 die Einzelbuchstaben-Gieß- und Setzmaschine, „Monotype". Ihr Vorteil gegenüber der „Linotype" bestand in der Auswechselbarkeit von einzelnen Buchstaben gegenüber ganzen Zeilen. Die Setzgeschwindigkeit wurde wesentlich erhöht. Noch dominiert der Bleisatz, die Automation in der Satzherstellung setzt sich weiter durch. Die Trennung zwischen Texterfassung und automatischer Steuerung der Gießmaschinen durch ein 6-Kanal-Lochband wird durch die Fernübertragung weiter forciert.

Der Licht- oder Fotosatz wird mit der verfahrensbedingt rückläufigen Entwicklung des Hochdruckes (Buchdruck) in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts bestimmende Setztechnik.

Bisher waren Hochdruck = Holzschnitt, der Tiefdruck = Kupferstich, die einzigen Verfahren der Bildreproduktion.

Strich für Strich in unterschiedlichen Längen, Breiten und aufeinanderfolgender Dichte wurden die Differenzierungen als Hell- und Dunkeleffekte ins Bild gebracht. Diese konnten bereits im 16./17. Jahrhundert einzeln unterschiedlich oder kombiniert versetzt in verschiedenen Farben gedruckt werden.

Abgestufte Grautöne (Zwischentöne) eines Bildes darzustellen, das war das Problem.

Mit der Erkenntnis der Fotografie – der unterschiedlichen Reaktion von bestimmten Materialien in Verbindung mit Chemikalien gegenüber Licht – wurde der fotografische Prozess für die Druckmöglichkeit genutzt. William Henry Fox Talbot zerlegte als erster um 1839 ein Bild in verschieden große Punkte, die das menschliche Auge im Zusammendruck als differenzierte Grautöne erfasst.

Der Maler Jaques-Christoph Le Blond erfand 1719 den Vierfarbdruck. Er fand heraus, dass sich durch Mischung der Grundfarben (Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz) ein umfangreiches Farbspektrum erzielen lässt. Über eine Gittergravur von ein und demselben Bild je nach Anteil der jeweiligen Grundfarbe wurde die Metallplatte mit unterschiedlicher Intensität graviert. Durch den Übereinanderdruck der vorgenannten Farben entstanden die ersten Vierfarbdrucke.

Mit der weiteren Entwicklung der Reproduktionstechnik wurden über fotografischen Weg unter Einsatz von Farbfiltern die einzelnen Farbauszüge für die unterschiedlichen Druckverfahren, entsprechend der jeweiligen technologischen Erfordernisse über Kameras bzw. Kontaktgeräte hergestellt.

Die Fortschritte der Mikroelektronik schafften den Durchbruch der elektronischen Farbreproduktion. Heute haben sich in der Reprotechnik Farbscanner (engl. to scan - abtasten) durchgesetzt. Der grundlegende Unterschied in der Bildübertragung zwischen der herkömmlichen Reprofotografie und dem Scannen besteht in der punkt- und zeilenweisen „Abtastung" der Bildvorlage gegenüber dem flächigen Farbfilterauszug. Die so reproduzierten Bilder über digitalisierte Daten führten zu einem enormen Qualitätssprung in Richtung schärferer, hochauflösenderer fotografieähnlicher Reproduktionen.

Die drei Hauptdruckverfahren

Bis auf für spezielle Einsatzgebiete noch existierende Druckverfahren mit speziellen Technologien und Techniken, sprechen wir heute von drei Hauptdruckverfahren. Deren Bezeichnung richtet sich nach dem Aufbau der notwendigen Druckform.

Der Hochdruck wird bedingt durch das damalige Haupteinsatzgebiet, dem Druck von Büchern, auch als Buchdruck bezeichnet. Mit dem zunehmenden Einsatz der Elektronik insbesondere durch kostengünstigere und schnellere Herstellungsmöglichkeiten der Druckformen und effektivere Maschinentechnik in anderen Druckverfahren erfuhr er seit Mitte des Jahrhunderts eine rückläufige Entwicklung.

Grundprinzip des Hochdrucks
Die erhöhten Teile der Druckform werden mit Druckfarbe eingefärbt, der Bedruckstoff z.B. Papier wird direkt unter Druck eines flachen oder zylindrischen Druckkörpers bedruckt.

Tiefdruck ist das für hohe und höchste Auflagen aufgrund der Eigenart der Druckform am besten geeignete Verfahren mit hoher Wiedergabequalität von Halbtonbildern und feinsten Rastern. Haupteinsatzgebiet sind Zeitschriften und Versandhauskataloge auf Rotationsmaschinen.

Grundprinzip des Tiefdrucks
Unterschiedlich tiefe "Näpfchen" werden in einem Farbbad mit dünnflüssiger Farbe gefüllt, Rasterstege begrenzen diese Vertiefungen und sind gleichzeitig die Auflage für die sogenannten Rakel. Die Rakel, eine feingeschliffene Stahlleiste „säubert" bei jeder Umdrehung den gravierten Formzylinder von der überschüssigen Farbe.
Im Gegensatz zu den anderen Druckverfahren werden die Grautöne nicht durch die unterschiedliche Größe der Rasterpunkte erzielt sondern im konventionellen Tiefdruck durch gleichgroße aber unterschiedlich tiefe Rasterelemente erreicht. Aufgrund der dünnflüssigen und physikalisch trocknenden Farbe ist unmittelbar nach dem Druck ein Trockenwerk erforderlich.

Das dritte Hauptdruckverfahren ist der Flachdruck.

Grundprinzip des Flachdrucks
Druckende und nichtdruckende Elemente befinden sich nahezu auf einer Ebene. Das Drucken wird durch das unterschiedliche Verhalten der Druckform gegenüber Fett und Wasser möglich. Die nichtdruckenden Stellen sind wasserfreundlich und stoßen die Farbe (fetthaltig) ab. Demgegenüber nehmen die druckenden Stellen die Druckfarbe an und stoßen das Wasser ab. Dieser Effekt wird durch entsprechende physikalisch-chemische Prozesse erreicht. Das vorherrschende Flachdruckverfahren ist der Offsetdruck (engl. „Absetzdruck"). Absetzen deshalb, weil der Druck erst nach dem Absetzen der zu druckenden Elemente auf ein auf einen Zylinder gespanntes Gummituch erfolgt und erst von dort auf das Papier unter entsprechendem Druck übertragen wird. Deshalb sprechen wir gegenüber den bisher beschriebenen Druckverfahren, wobei die Druckform direkt auf das Papier wirkt, beim Offsetdruck von einem indirekten Druckverfahren. Wir unterscheiden zwischen Bogenoffset und Rollenoffset.
Der Offsetdruck ist aufgrund der schnellen Herstellungsmöglichkeit der Druckform und der maschinentechnischen Vorteile das z. Zt. effektivste und damit weit verbreitetste Druckverfahren.

"Gates statt Gutenberg?" -
Anforderungen an die Druckerei von heute

An der Schwelle des dritten Jahrtausends ist das Druckgewerbe nicht mehr nur auf das Druckerzeugnis festgelegt, sondern ist Dienstleister rund um gedruckte und digitale Medien im Interesse seiner Kunden. Digital und vernetzt sieht die zukunftsweisende Arbeit eines heutigen Druckunternehmens aus.

Die 80er Jahre mit leistungsfähigen Computern brachten den Durchbruch mit Desktop Publishing (DTP) in der Druckvorstufe. Text und Bild konnten nun gemeinsam am Bildschirm bearbeitet werden, beliebige Bild- und Textkorrekturen, ja die komplette Layoutänderung wurde möglich.

Danach ging es Schlag auf Schlag in der Entwicklung der Druck- zur Medienindustrie. Der Weg vom Computer direkt zur Druckplatte (computer to plate), in die Druckmaschine (computer to press) oder direkt auf den Bedruckstoff (computer to paper) löst ganze Technologieabschnitte wie Filmherstellung und Montage heraus.

Die Telekommunikationstechniken machen heute die direkte Verbindung zwischen Kunden und Druckerei, vom Konzept, Layout bis zur Druckfreigabe möglich. Der Produktionsprozeß wird zunehmend durch die elektronische Datenverarbeitung bestimmt.

Dieser Wandlungsprozess hat mittlerweile alle Bereiche der Druckindustrie erfasst.
Ausbildungsberufe wie Setzer und Reprofotograf sind weggefallen.
Die Berufsausbildung trägt mit dem Beruf „Mediengestalter" in der Druckvorstufe mit differenzierten Ausbildungsschwerpunkten dieser Entwicklung Rechnung.

Die Digitalisierung hat aber auch das Druckverfahren selbst beeinflusst. Der Digitaldruck für Kleinst- und individuell angelegte Auflagen lässt heute Druckerzeugnisse zu, die es bisher nicht gab.

Die Druckerei von heute steht Ihnen nicht mehr nur zum eigentlichen Druck zur Verfügung, sondern hat sich zum universellen Mediendienstleister gewandelt. Weltweit werden heute mehr als 87% aller Drucksachen mit Hilfe von Computern hergestellt. Unterschiedliche Informationsbedürfnisse, vor allem immer zielgruppenorientiertere Publikationen verändern Anspruch und Umfang von Druckmedien.

Seit einiger Zeit taucht in diesem Zusammenhang der Begriff „Print on Demand" auf. Mit dieser digitalen Technik, dem Druck u.a. von Büchern auf Anforderung, können sogar seit Jahren vergriffene Titel binnen weniger Stunden wiederaufgelegt werden. Der Deal lohnt sich für Verlag und Leser, auch wenn nur ein einziges Exemplar gedruckt würde. Statt in Regalen zu verstauben, stehen die Bücher in der elektronischen Datenbank. Ohne verlegerisches Risiko werden sie auf Kundenwunsch innerhalb kürzester Zeit gedruckt. Der neue Service wurde aus dem Wunsch geboren, kleine Auflagen aus der Unwirtschaftlichkeit zu holen. Das Konzept des Individualbuches, mit dem die Leser über das Internet ihr persönliches Buch nach eigenen Vorlieben zusammenstellen können, ist dabei eine Alternative.

Daneben wurde auf der Frankfurter Buchmesse 1998 die Einführung des „e-Books" angekündigt.
Das elektronische Buch, in dem man seine eigene Bibliothek aus dem Internet zusammengestellt, mit sich herumtragen kann, hat hohen Bedienkomfort und lässt sich immer wieder aktualisieren.
Aber das eBook ist nicht die einzige Neuheit, die sich die technologiebegeisterten Amerikaner für den Printmarkt ausgedacht haben. Am renommierten Massachusetts Institute for Technology (MIT) wird derzeit das sogenannte „Last Book" getestet, das wieder aus Papier besteht. Der Clou ist jedoch die Tinte, die sich je nach gewünschtem Inhalt verändert.

Aber sind Cyber-Archive und elektronische Ersatzmedien eine echte Alternative für die Druckkultur?

Digitale Werke haben ein relativ kurzes Leben. Ihre Inhalte verlieren schnell an Wert. Unter guten Lagerbedingungen überdauert ein herkömmliches Buch dagegen Jahrhunderte. Digitales Material ist nur solange nützlich, wie man eine Netzwerk-Verbindung hat. Das gedruckte Wort ist nicht von Computer- und Stromanschluss abhängig.

Ann Wolpert, Direktorin des Bibliothekswesens im o.g. genannten Institut der USA fasst es so zusammen:
"Es gibt nicht besseres, den Wert des Alten schätzen zu lernen, als etwas Neues auszuprobieren. Im Laufe unseres Bemühens, Medien zu digitalisieren, haben wir erst den wahren Wert von Printmedien kennengelernt! Das Buch ist immer noch da: In puncto Dauerhaftigkeit, Kosten-Effektivität oder Tragbarkeit ist das Buch als Medium nicht zu schlagen."

Berühmte Zitate rund ums das gedruckte Wort

Körper und Stimme leiht die Schrift dem stummen Gedanken, durch der Jahrhunderte Strom trägt ihn das redende Blatt.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805)

Daß wir als Menschen leben und ein ehrlich’ Gedächtnis hinterlassen können,
das haben wir dem Papier zu verdanken.

Plinius der Ältere (1. Jahrhundert u.Z.)

Mehr als das Gold hat das Blei die Welt verändert.
Und mehr als das Blei in der Flinte das Blei im Setzkasten

Georg Christoph Lichtenberg (1742 - 1799)

Was die Menschheit je in Kunst, Wissenschaft, Handel,
Gewerbe Gutes und Taugliches erfahren hat,
kann zum Heile aller folgenden Zeiten
fast unvertilglich aufbewahrt werden,
und was die Menschen Törichtes
und Schlechtes taten, kann man auch zur Wahrung
für die Zukunft in der Schrift hinterlegen.
Durch die Schrift und den Buchdruck hat eigentlich
der menschliche Geist erst die Welt erobert.

Adalbert Stifter (1805 - 1868)

Du hast, oh Deutschland,
dir den Erdenkreis verbunden,
indem dein kluger Geist
die Druckerei erfunden:
Ein Werk, dergleichen nie war bei der alten Welt,
so denn an Nutzbarkeit die Gegenwaage hält.

Martin Opitz (1597 - 1639)

Alles kommt jetzt an´s Licht, was Griechen und Lateiner verfasst haben,
was am Nil und am Euphrat entstanden ist.
Der Himmel ist erschlossen, die Erde durchforscht,
und was in den vier Weltgegenden besteht,
wird offenbar durch die deutsche Kunst,
die mit gedruckten Buchstaben zu schreiben gelehrt hat.

Conrad Celter (1459 - 1508)

Eine einzige Erfindung ist genug, Deutschland die größte Ehre zu machen,
wenn es gleich sonst nichts aufzuweisen hätte:
Die Buchdruckerkunst ist es, was Deutschland so viel Ruhm gebracht,
als kein anderes Volk von seinen Erfindungen erlanget hat, oder jemals hoffen kann.

Johann Christoph Gottsched (1700 - 1766)

Das Buch ist das vielfältigste und größte Wunder,
welches von der Menschheit auf dem Wege zu ihrem Glück vollbracht worden ist.

Maxim Gorki (1868 - 1936)

Jüngst haben rheinischer Geist und rheinischer Kunstfleiß
gemeinsam Bücher zum Lichte gebracht, Bücher im Überfluß.
Und was einst nur die Reichen, was kaum ein König besessen,
in dem bescheidensten Haus trifft man es jetzo: das Buch.

Sebastian Brant (1458 - 1521)

Die Kultur der Menschheit besitzt nichts Ehrwürdigeres als das Buch,
nichts Wunderbareres und nichts, was wichtiger wäre.

Gerhart Hauptmann (1862 - 1946)